Analysen, Forschungsvorhaben, Gutachten, Modellierungen zu Umweltradioaktivität und Waldökosystemen

Wir führen seit 1994 Studien, Gutachten und Forschungsarbeiten im Umweltbereich durch. Intensiv haben wir uns in mehreren Forschungsprojekten mit den Folgen von Tschernobyl in der Umwelt beschäftigt.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Satellitentelemetrie von Wildtieren mit GPS Halsbandsendern.

 

Labor Umweltanalysen.com

 

Radioökologie

Investigation of cs-137 activity concentration of forest ecosystems in Germany

Projekt Zeitraum: 2008 – 2011
Bundesweiter Überblick über die Radiocäsiumkontamination von Wildschweinen
Forschungsvorhaben 3607S04561

Bundesweiter Überblick über die Radiocäsiumkontamination von Wildschweinen ­ Vorhaben 3607S04561
Ressortforschungsberichte zur kerntechnischen Sicherheit und zum Strahlenschutz
im Auftrag
des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Summary

Fleisch von Wildschweinen ist ein Nahrungsmittel, das infolge des Atomunfalls von Tschernobyl noch stark kontaminiert sein kann. In einigen Regionen Deutschlands liegt die Kontamination des Fleisches häufig über dem Grenzwert von 600 Bq * kg-1. Ziel des Forschungsvorhabens ist eine möglichst vollständige Erfassung der vorhandenen Radio-Caesium-Kontamination von Wildschweinen und die Erstellung einer Karte mit möglicher Kontamination von Wildschweinen.

Modellierung der Radiocäsiumkontamination (Cäsium-137) von Wildschweinen mit einem radioökologischen Rechenmodell in einem Geografischen Informationssystem unter Berücksichtigung der relevanten, kontaminationsbestimmenden Einflussfaktoren für ganz Deutschland.
Als Grundlage dienten die Datensätze aus dem CORINE Landnutzung. Die Arbeiten basieren auf der Hypothese, dass das 137Cs über die Nahrung aufgenommen wird.
Um im Modell das Nahrungsspektrum angemessen einfach zu halten und trotzdem die Standort bedingten Unterschiede in der 137Cs-Kontamiationm verschiedener Biomedien zu berücksichtigen, wurden sieben Nahrungskategorien gebildet, die zu dem 137Cs-Input der Wildschweine beitragen:

1. Hirschtrüffel (Elaphomyces granulatus, Elaphomyces muricatus)
2. Pflanzen und sonstige Pilze von Wäldern
3. Boden von Wäldern
4. Pflanzen und Früchte von Ackerflächen
5. Boden von Ackerflächen
6. Pflanzen von Wiesen bzw. Dauergrünland
7. Boden von Wiesen bzw. Dauergrünland
Die Wichtung der Nahrungsspektren erfolgt nach der Anzahl der 1km x 1km Gitterzellen (gemäß CORINE Landnutzung) in den 3km x 3km Flächenelementen.
Modellierung der Wurzelaufnahme von 137Cs) über verschiedene Bodenschichten:

Untersuchungen zum Verhalten von Radiocäsium in Wildschweinen und anderen Biomedien des Waldes 2005

In diesem Forschungsprojekt wurden die Gründe für die relativ hohe 137CS-Aktivität von Wild, insbesondere von Wildschweinen, im Detail geklärt. Das überwachte Gebiet liegt im Bayerischen Wald, einer Region, die besonders von den Chernobyl Fallout betroffen ist. Ein wichtiges Ziel des Forschungsprojekts war die Entwicklung eines dynamischen radioökologischen Modells, das geeignet ist, den zeitlichen Verlauf der Kontamination von Reh, Rotwild und Wildschwein in der Vergangenheit zu beschreiben und die zukünftige Kontamination vorherzusagen. Die Zusammensetzung der von Wildschweinen und Rotwild gefressenen Nahrung wurde durch Analyse des Magengehalts des Tieres bestimmt. Proben der relevanten Nahrungsmittelkomponenten wurden im überwachten Bereich entnommen und ihre 137Cs-Aktivitäten wurden gemessen.

Link zum Download: BMU-2015-675

Bodenmodell

Die folgende Abbildung zeigt das Schmema für die Migration von Cs-137 im Bodenmodell. Quelle: bfs.de

Bodenmodell für Cs-137 Migration im Boden

 

Wildbiologie

1994 – 2008
GPS Tracking Wildlife. Umweltanalysen.com hat verschiedene Forschungsprojekte zum Raum-Zeit-Verhalten von Rothirschen und Mufflons in Deutschland durchgeführt. Wir waren darüber hinaus Kooperationspartner bei Studien an Bären, Elchen, Rentieren und Wölfen.

Der Bär wurde im Rahmen des Scandinavian Brown Bear Research Project mit einem GPS Sender versehen.

Einige Bewegungsmuster des Bären sind in der folgenden Abbildung dargestellt.

 

GPS Positionen eines sendermarkierten Braunbären in Schweden. Quelle: environmental-studies.de

 

 

Im 21 Jahrhundert bestehen erstmals eine globale Bedrohung für unsere Umwelt: Die Klimakatastrophe.

Unsere Umwelt hat sich in den letzten  Jahrzehnten rapide verändert. Umweltprobleme hat es natürlich auch vorher gegeben. So bestand in den 80er Jahren die Gefahr, dass unsere Wälder durch den sauren Regen auf absehbare Zeit verschwinden würden. Aber auch in den Jahrhunderten zuvor gab es aus der damaligen Sicht erheblich Umweltprobleme, beispielsweise durch Gerbereien, Köhler usw.. Der Schaden an Mensch und Natur ereignete sich meist lokal oder regional.

Wir möchten auf umweltanalysen.com aktuelle Informationen zu Trends im Umweltbereich liefern. Dazu gehört aktuell der Trend wieder zum Landleben. Besinnlicher Leben, neue Technologien mit alten Lebensweisen verknüpfen.

Die vorausgesagte und in der nördlichen Hemisphäre bereits deutlich spürbare Klimaänderung wird vermutlich wesentlich von uns Menschen ausgelöst. Energie ist hier ein Schlüsselwort, eigentlich Energieverbrauch. Energieeffizienz wird ein Leitthema für die angebrochene Dekade darstellen. Ökologie und Ökonomie werden in der Entwicklung neuer, stromsparender Geräte zusammenfinden. Der Energieverbrauch und damit die Emissionen müssen reduziert werden.

Für uns bedeutet das, den Stromverbrauch zu senken. Es reicht nicht mehr, den schwarzen Peter der Industrie zu zuschieben. Emissionen verursacht jeder, der eine mehr, der andere weniger.

Die in Deutschland verbrauchte Energie wird im wesentlichen durch Kohlekraftwerke,  Atomkraftwerke und in zunehmenden Maße aus erneuerbaren Energieträgern produziert. Sonnenenergienutzung, Windkraftenergie und Energie aus Wasserkraft leisten einen zunehmend größeren Beitrag zu unserer Energieversorgung. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, die CO2 Emissionen niedrig zu halten.

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FAQ

Begriff
Der Begriff Umweltanalyse bedeutet die Untersuchung von Bedingungen unten denen Menschen, Tiere oder Pflanzen leben. Dabei werden einzelne Teilbereiche, Bestandteile, Aspekte oder komplexe übergreifende Zusammenhänge analysiert. Die Methoden, mit denen die Umwelt untersucht wird sind vielfältig und reichen von chemischen oder physikalischen Methoden über bildgebende Verfahren bis hin zu solchen der Fernerkundung mit Satelliten.

Ein Beispiel für eine monokausale Analyse ist die Bestimmung des pH-Wertes eines Bodens. Der pH-Wert ist ein Maß für die Versauerung eines Bodens und beeinflusst beispielsweise die Verfügbarkeit von Nährstoffen erheblich.

Ein Beispiel für einer komplexen Umweltanalyse ist die Erforschung der Ursachen für die Entwicklung von Population. Aktuell werden beispielsweise die Ursachen für das in Deutschland beobachtete Insektensterben untersucht.