Wildschweine keine Übertragung des Coronavirus SARS-CoV-2 auch nicht bei Schweinen in der Nutztierhaltung

Bei Haustieren wird bisher davon ausgegangen, dass diese nicht als direkte Überträger von Covid-19 fungieren. Bisher ist auch keine Übertragung des Coronavirus SARS-CoV-2 bei Wildschweinen auf Menschen bekannt. Die meisten Ministerien befürworten die Durchführung der Jagd auf Wildschweine unter Berücksichtigung der Coronavirus Vorsorgemaßnahmen: Die Jagd soll möglichst allein durchgeführt werden (SARS-Cov-2-Eindämmungsverordnung). International gibt es keine Hinweise auf eine Übertragung des Virus via Sus scrofa.

Bisher keine Übertagung von Coronavirus-SARS-CoV-2 bei Wildschweinen bekannt

Noch gibt es keine Untersuchungsergebnisse über Coronavirus im Zusammenhang mit dem Schwarzwild.

Auch das Nutztier Schwein, sowie Hühner und Meerschweinchen sind vom Coronavirus nicht betroffen

Bisher wurde auch bei Schweinen in der Landwirtschaft keine Ansteckung oder Übertragung des Covid-19 Virus festgestellt. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat in einem Forschungsvorhaben u. a. Schweine über die Nasenschleimhaut mit SARS-CoV-2 infiziert. Die Tiere zeigten keine Virusvermehrung. Auch Hühner und Meerschweinchen, die experimentell dem Virus ausgesetzt wurden zeigten kein Infektionsrisiko (Quelle: BMEL).

Neuer Impfstoff an der University of Oxford entwickelt und an Schweinen getestet

Studien des Pirbright Institute und der University of Oxford haben gezeigt, dass Oxfords neuer potenzieller Impfstoff gegen COVID-19 mit dem Namen RBD-SpyVLP bei Mäusen und Schweinen eine starke Antikörperantwort hervorruft und wichtige Informationen für die weitere Entwicklung des Impfstoffs liefert. Obwohl diese Art von Impfstoff kein Konkurrent für die erste Welle von Impfstoffen ist, ist zu hoffen, dass er als eigenständiger Impfstoff oder als Booster für Personen nützlich sein wird, die mit einem anderen COVID-19-Impfstoff vorbereitet wurden.

Der in Oxford hergestellte RBD-SpyVLP-Impfstoffkandidat enthält einen Teil des SARS-CoV-2-Spike-Proteins, die als Rezeptorbindungsdomäne (RBD) bezeichnet wird und an die eine Reihe von schützenden neutralisierenden Antikörpern binden können. Dadurch wird die die Infektion blockiert.

Pirbright-Forscher testeten den RBD-SpyVLP-Impfstoff bei Schweinen als Großtiermodell, um festzustellen, ob unterschiedliche Dosierungen die Immunantwort beeinflussen würden.

Coronavirus Covid-19/20 bei Wildschweinen ohne Infektionsrisiko

Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hat eine umfassende Fragerunde abgehalten, in der einige der größten Anliegen von Tierbesitzern und -produzenten sowie die kurzfristigen Überlegungen behandelt werden. Der wichtigste Punkt ist, dass derzeit davon ausgegangen wird, dass Nutztiere nicht infiziert werden können und nicht als Träger des Virus gelten. Das FLI hat u. a. die Möglichkeit einer Covid-19 Übertragung auf und von Schweinen wissenschaftlich untersucht. Das Ergebniss: Schweine waren nicht empfänglich für SARS-CoV-2. Alle Abstriche, Organproben und Kontakttiere waren negativ für virale RNA, und keines der Schweine bildete Antikörper (serokonvertierte). Quelle: Schlottau et al. 2020: SARS-CoV-2 in fruit bats, ferrets, pigs, and chickens: an experimental transmission study. Lancet Microbe 2020 Published Online July 7, 2020.
Nach telefonischer Auskunft geht das FLI davon aus, dass die Ergebnisse auch für Wildschweine übertragen werden können.

Aktuell wurden noch keine Wildschweine auf das Coronavirus SARS-CoV-2 untersucht. Es ist davon auszugehen, dass zunächst von den Forschungseinrichtungen intensiv Schweine als Nutztiere auf das Virus untersucht werden.

Bis anderslautende Ergebnisse vorliegen ist davon auszugehen, dass sich Wildschweine weder mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren, noch dieses auf den Menschen übertragen: Schwarzwild bisher ohne Befund!

Bisher ist auch nicht bekannt, ob und wie lange das Covid-19 Virus in Waldböden infektiös überleben kann. Unbekannt ist auch, ob Hirschtrüffel infiziert sind. Aufgrund der hohen Jagdstrecken von Wildschweinen ist das Thema Coronavirus bei Wildschweinen besonders aktuell.

Beim European Virus Archive ist für wild boar kein Corona Virus nachgewiesen hinterlegt.

In der Agrarindustrie, wie beispielsweise der Schweinemast, werden Veranstaltungen abgesagt

Die nächste internationale Schweineveranstaltung, die in die Liste der verschobenen Veranstaltungen aufgenommen wird, ist das jährliche Europäische Symposium für Schweinegesundheitsmanagement (ESPHM), das ursprünglich vom 29. April bis 1. Mai in Bern, Schweiz, stattfinden sollte. Auf ihrer Website geben die Organisatoren an, dass die Veranstaltung praktisch ein Jahr später, jetzt vom 14. bis 16. April 2021, stattfinden wird.

USA

Auch in den USA erfolgten bisher keine Untersuchungen bzw. Tests von Wildtieren auf das Sars-COV-2 Virus, wie das US National Center for Immunization and Respiratory Diseases hier schreibt:

„Trotz Bedenken hinsichtlich der Übertragung von SARS-CoV-2 von Mensch zu Tier wird derzeit kein Routinetest auf das Virus bei frei lebenden oder in Gefangenschaft lebenden nordamerikanischen Wildtierarten empfohlen. Es kann jedoch Situationen geben, in denen Tests in Betracht gezogen werden sollten. Diese Informationen können hilfreich sein, um das Verständnis der Epidemiologie des Virus in Wildtierpopulationen zu verbessern und die erforderlichen Managementmaßnahmen anzuwenden. Diese Empfehlungen gelten nicht für nicht heimische Arten in der menschlichen Pflege (z. B. zoologische Einrichtungen), es sei denn, frei lebende Wildtiere befinden sich vorübergehend in der menschlichen Pflege für Forschung oder Rehabilitation.“

Literatur

Grippeviren – Schweine sind wichtiges Reservoir – fleischwirtschaft.de

News

23.03.2021 Schwarzwild ist bisher immer noch ohne Coronavirus Befund.

24.08.2020 Bisher gibt es international keinen Hinweis auf einen Nachweis einer SARS-CoV-2 Infektion bei einem Wildschwein